• Denise

Mutterschutz

Mutterschutz

Mir war nicht bewusst, dass ich um meinen Mutterschutz kämpfen muss. 95% der Ärzte werden einem sagen, dass ein Kind nur ab 500g als Totgeburt gilt. Das stimmt nicht, bzw. das ist nicht der ausschlaggebende Punkt.

Nach der Geburt rief ich bei meiner Krankenkasse an, und bat um Auskunft weil ich im Internet widersprüchliche Aussagen gefunden habe. Der Berater am Telefon schien sehr kompetent und freundlich und bestätigte mir vorerst die 500g-Theorie. Also: unter 500g kein Mutterschutz.

Allerdings rief er mich wenige Minuten später nochmal zurück und entschuldigte sich. Er korrigierte seine Aussage und erklärte die mir aktuelle Rechtslage und schickte mir auch nochmal alles per E-Mail, damit ich das dem Krankenhaus vorlegen konnte.

Ich habe Verständnis dafür, dass Ärzte oder Krankenhausmitarbeiter sich nicht jeden Tag hinsetzen und prüfen ob sich irgendwo etwas Rechtliches geändert hat. Nachdem ich dem Sekretariat des Krankenhauses die E-Mail meiner Krankenkasse vorlegte, haben sie sich auch direkt für diesen mühevollen Umweg entschuldigt und sich wie selbstverständlich direkt informiert und das Ganze umgesetzt.

Was viele nicht wissen:

Mit dem Mutterschutz ist auch verbunden, dass man Mutterschaftsgeld erhält, einen Rückbildungskurs bezahlt bekommt sowie die wichtige Hebammennachsorge.

Ohne Probleme stellte man mir das sog. ,,Muster 9‘‘ aus, damit ich meinen Mutterschutz antreten konnte. Ich weiß nicht wie oft sich die liebe Dame bei mir entschuldigte :,, Es tut mir so leid, Gott sei Dank kommen Fälle wie ihrer nur alle paar Jahr vor!‘‘…. Lange habe ich über diese Aussage nachgedacht. Es stimmte mich traurig, dass ich einer dieser Fälle bin. Aber es beruhigt mich auch, dass es so selten vorkommt. Schließlich ist meine Nichte noch nicht gesund auf der Welt.




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